Unser ZiBoMo-Museum und dessen Förderkreis in der Öffentlichkeit sichtbarer machen: Was hinter diesem Ziel steckt, stellten jetzt unsere neuen Leiter des Karnevalsmuseums, Klaus Kramer und Holger Nahrup, den Mitgliedern des Förderkreises vor. 

„Wir wollen mit mehr in den öffentlichen Fokus rücken, damit der Zugang weiterhin kostenlos bleibt“, erläuterte Kramer zum Auftakt. Laut Konzept solle daher unter anderem künftig eine Tafel mit den Namen der Fördermitglieder im Eingangsbereich positioniert werden. Es gelte, das Museum und dessen Förderkreis mit mehr Werbung zu stärken und zu unterstützen.

Um das zu gewährleisten, sei eine starke Gemeinschaft nötig. Ein Signal, das offenbar verstanden wird – Kramer und Nahrup begrüßten im Rahmen des Treffens ein gutes Dutzend neuer Förderkreismitglieder. Weiteres Ziel sei es, das Museum auch zukunftssicher aufzustellen, kündigte Nahrup an: Nach der Session sei der Start zur Modernisierung geplant: „Wir werden den kompletten Museumsbestand katalogisieren und digitalisieren“, unterstrich der Museumsleiter. Mit diesen erfassten Inhalten werde dann eine Datenbank erstellt.

„Unser Ziel war und ist es, durch den LWL als offizielles Museum anerkannt zu werden“, zeichnete Kramer das Procedere nach. Daher seien zwei Vertreterinnen des LWL im Museum gewesen, um zu prüfen, ob die Bedingungen dafür erfüllt seien. „Wir haben ein durchweg positives Feedback bekommen“, betonte Kramer. Ganz besonderen Dank richtete er an die Vorgänger im Amt, Wilbernd Jäger und Walter Laumann, die gemeinsam mit Gustel Schroer und Kurt Bradtke mit der Pflege des Museums einen historischen Meilenstein im Ort gesetzt haben.

Allerdings sei es für die Anerkennung nötig, „dass das Museum an 100 Tagen im Jahr geöffnet ist.“ Das würde bedeuten, das Museum müssen an zwei Tagen in der Woche geöffnet sein. Das sei auf ehrenamtlicher Basis bei uns nicht zu realisieren. Das LWL wolle die KG ZiBoMo aber weiterhin unterstützen – etwa bei der Beantragung von Fördermitteln. „Wir haben nun den Blick nach vorn gerichtet und werden den Bestand online zugänglich machen, um die Öffnungszeit zu kompensieren.

Nach der Session geht dann das große Räumen los: Jede Gruppe von den Jukas bis zum Senat erhalte Platz in den Vitrinen. Zudem solle die Geschichte und Entwicklung des Museums chronologisch dargestellt werden. In der oberen Etage werde der lokale mit dem münsterschen Karneval verschmolzen. Zur deren Dokumentation überreichte Peter Paul Dreyer, unser ehemaliger Hippenmajor und Stadtprinz, dem Duo seinen hölzernen Rückwärtsreiter. Außerdem werde Platz geschaffen für das umfangreiche Vereinsleben Wolbecks. Der Spitzboden bleibe für die Tanzgruppen und das Vorstandsbüro reserviert.

Zu guter Letzt ehrte das Duo die ehemaligen Hippenmajore, Gustel Schroer und Walter Laumann, für deren Arbeit mit der Auszeichnung „Dr. Hipp Hipp Humoris Causa“ die in dieser Form erstmalig vergeben wurde und auf einer Initiative des Barons Alfred von Renesse basiert. Laut offizieller Urkunde sind wir damit exklusiv dazu berechtigt, diesen Titel an ausgewählte Förderer des Brauchtums und der Ziegenzucht zu verleihen. Schroer war elf Jahre Präsident, Laumann zehn Jahre Geschäftsführer und beide sind Mitbegründer des Förderkreises.