Freitagabend: Unser Präsident, Torsten Laumann, und unser Hippenmajor in Lauerstellung, Klaus IV. Gerdes, stehen in froher Erwartung im Eingang des ZiBoMo-Museums. Sie begrüßen Willi Horstrup und Reinhard Bellmann als Vertreter der Englischen Musikkapelle 2025.
Die Truppe begeisterte mit ihren Auftritten in der Session 2025 die Menschen in Wolbeck. Denn gerade viel Ältere fühlten sich zurückerinnert an eine Zeit, als dieses Ensemble noch eine ganz andere Rolle im Wigbold spielte: Es ist 1994. Unser großer Karnevalsumzug startet mit bombastischen Klängen britischer Militärmusik im Herzen von Wolbeck. Die englische Militärkapelle „The Band oft he Royal Dragoon Guards“ marschiert traditionell mit ihren beeindruckenden Uniformen vorm Karnevalsumzug.
Ein Zeichen der Verbundenheit mit den in Gremmendorf stationierten britischen Streitkräften. Und für die Wolbecker eine tolle Show für die ZiBoMo-Feierlichkeiten. Doch dann der Schock: Nach deren Zurückbeorderung ins britische Königreich musste der Umzug ohne eine englische Kapelle auskommen. Doch dieser Zustand dauerte nur kurz, denn in Wolbeck findet man immer eine neue Lösung: Es ist 1996: Rund 25 Wolbecker Jungs finden sich zusammen: Sie trauern der Kapelle so stark nach, dass sie sich kurzerhand entschließen, die Tradition fortzusetzen. Sie legen einen fulminanten Auftritt bei unserem Frühschoppen in entsprechenden Uniformen hin. Paul French, Verbindungsoffizier der Britischen Streitkräfte, schreitet damals die „Formation" ab und zeigt sich tief beeindruckt vom Engagement der Wolbecker.
Für die Session 2025 unterbreitete Klaus Gerdes als Vizepräsident zwei der damals 25 Jungs die Idee, ein Revival dieses legendären Auftritts zu starten. Doch es gab viel Skepsis. Würde man noch so viele Wolbecker dafür begeistern können?... Vom Erfolg der Aktion waren die beiden sehr überrascht. Über 50 Wolbecker fanden sich, die diese Kapelle nochmals aufleben lassen wollten. Willi Horstrup bekam sogar Besuch in seiner Werkstatt. Auf Knien bat man um seine Teilnahme.
„Die Resonanz war schlicht überwältigend“, sagt Horstrup. „Man konnte sich dieser Begeisterung einfach nicht entziehen.“ Aber dann folgte auch eine Menge Arbeit: Viele Stunden des Marschierens, des Musizierens und des Stillstehens verbrachten die Wolbecker Jungs an den Wochenenden um ein perfektes Bild abzuliefern.
Aus dieser Session entstand auch eine Fotocollage, die Horstrup und Bellmann jetzt uns überreichten. Sie dokumentiert den Weg vom Wolbecker zum Gardeoffizier einer englischen Kapelle. Auch das Maskottchen der Band, eine schwarze Bergziege, hat nun einen warmen Platz im Museum. Klaus Kramer als Verantwortlicher des Museums und Klaus Gerdes mit seinen Adjutanten nahmen das Geschenk gerne entgegen.




