Das ZiBoMo Denkmal

 Das Denkmal wurde errichtet, um einen alten Brauch, der weitum einmalig ist, lebendig zu erhalten. Im Jahre 1954 wurde der Ziegenbocksmontag, der Hauptfeiertag der darmals noch jungen KG ZiBoMo.

Die Einweihung 1959Ein Jahr nach der Einweihung sollte dann am 22.02.1960 eine Urkunde in den Sockel eingemauert werden. Die fertige Urkunde verschwand in dem Festtrubel unbekannten Aufenthalts und wurde nicht wiedergesehen. Es wurde eine neue Urkunde angefertigt. Diese wurde am Ziegenbocksmontag, dem 06.02.1961 in den Denkmalsockel eingemauert.

Im Jahre 1954 wurde der Ziegenbocksmontag, der in den letzten Jahren und in den letzten Jahrzehnten nur in kleinen Gruppen begangen wurde, von "Pewo", dem Vorsitzenden des Heimatvereins, zu einer Gemeinschaftsveranstaltung erhoben. Die Bemühungen wurden in den nächsten Jahren unterstützt von der "Ziegenbocksmontagsgesellschaft", die 1954 gegründet wurde und sich abgekürzt "Ziebomo" nannte.

"Den Hauptverdienst an dem Zustandekommen dieses Denkmals hat ohne Zweifel der Zahnarzt Dr. Hermann Peters, genannt Pewo. Er setzte seine Denkmalsidee gegen alle Widerstände durch. Verschiedentlich opferte er seinen gepflegten Spitzbart der Schere, um 50,00 DM dann wieder 100,00 DM und noch mehr zu erhalten. Den ersten Zehnmarkschein für das Denkmal erhielt Pewo von Reinhold Schulze Dernebockholt aus Albersloh. Fabrikant Dienslage zur Wolbeck gab die nächsten 100,00 DM. Als besonders aktive Helfer sind zu erwähnen:

"Willi Blomberg, Karl Hinkelmann, August Schapmann, Alfons Karrengarn, Tönne Natrup und Theo Reisener um nur einige zu nennen.", so lautet der Text der eingemauerten Urkunde.

Der Ziegenbocksmontag ist die legitime Fortsetzung der ortsüblichen Wolbecker Fastnachtsfeiern, die im 16. Und 17. Jahrhundert ihre Höhepunkte in dem Gänsereiten und in dem Hahnenstechen auf der Vogelrute und auf dem Koaksplacken hatten.

Das Denkmal wurde errichtet, weil die Ziege und der Ziegenbock in Hexenwolbeck in enger Verbindung mit dem Hexenaberglauben stehen. Es wurde errichtet, weil die in Wolbeck früher stark verbreitete Ziegenzucht immer mehr zurückgeht und eines Tages verschwunden sein wird. Es wurde errichtet, mit einer Verbeugung vor dem landbekannten verstorbenen Ziegenbaron Alfred von Renesse, dessen Lebenswerk die Erhaltung und Ausbreitung der Ziegenzucht war.

Einweihung:   02. Februar 1959 in Wolbeck auf dem Marktplatz 
Entwurf:        Hubert Löneke - Bildhauer aus Düsseldorf 
Zeichnung:    Wim Mulders aus Burgsteinfurt
Anfertigung:  Firma Alf - Kunstgiesserei aus Neuss

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